Das Akademieteam: Alexej

Lehrerschüler

Alexej Frank
Geboren: 1992
Verheiratet, 2 Kinder

Meine Reise der Gesundheitspraktiken begann 2018 – ein schleichender Übergang aus einem Zustand völligen Elends.

Nur zwei Jahre zuvor hatte ich einen Motorradunfall erlitten, der mein Leben nachhaltig veränderte.
Ein junger Mann, leidenschaftlicher Sportler, der sich stark über seinen Körper definierte, war plötzlich nicht mehr funktionsfähig. Die Hüfte war gebrochen, das linke Bein gelähmt.

Die Schmerzen der Fraktur waren harmlos im Vergleich zu den Nervenschmerzen.

Benebelt von Medikamenten, gefangen in einem vom Schmerz kontrollierten Alltag, belastet durch PTBS und Depressionen – dieser Zustand hat mich damals gebrochen.

“Das Leben ist Leid” – diesen Satz konnte ich in dieser Zeit vollends bestätigen.
Die Gedanken, ob es sich überhaupt noch lohnt weiterzumachen oder ob es nicht besser wäre in Frieden zu Ruhen, waren ständige Begleiter.

Nach mehreren Rehas, zahlreichen Umzügen und unzähligen Stunden in verschiedensten Therapieformen landete ich schließlich im Aulhof in Siegburg – einer ergotherapeutischen Einrichtung.

Als durch die Corona-Maßnahmen das sportliche Angebot gestrichen wurde, kamen zu meinem Glück Sascha und Frauke ins Spiel.
Mit ihrer Art, Tai Chi zu vermitteln, haben sie mir wieder Hoffnung gegeben – genug Hoffnung, um nicht aufzugeben.

Aus dieser Hoffnung wuchs der Wille.

Der Wille, der entstand, als die Ärzte zu meiner Mutter sagten: „Ihr Sohn wird nie wieder normal gehen können.“ Und ich erwiederte: „NEIN – ich werde wieder rennen können.“

Diesen Willen können Sascha und das Tai Chi aufrecht halten und dafür bin ich dankbar.

Mittlerweile, im Jahr 2025, kann ich joggen – zwar nur hummpelnt aber das ist okay.

Während dieser Reise habe ich viel über Ernährung, Bewegung, Mentalität und Spiritualität gelernt.

Ich habe keine Wunderheilung erlebt.
Aber ich habe gelernt, das Wunder im Leben selbst zu sehen:

Wie die Geburt meines ersten Kindes. Das Erleben der ersten und zweiten Schwangerschaft meiner Frau.
Das Wunder, dass sie all die Jahre an meiner Seite geblieben ist.
Und überhaupt wieder Glück und Freude zu empfinden.

Aus all diesen Erfahrungen, ist in mir der Wunsch gewachsen, etwas zurückzugeben. Tai Chi war für mich kein Sport, keine Technik, sondern eine Lebenskunst, die mir in einer ausweglosen Zeit Halt, Struktur und Hoffnung geschenkt hat.

Deshalb habe ich 2025 die Ausbildung begonnen.

Nicht nur, um meine Praxis zu vertiefen, sondern vor allem, um anderen Menschen genau das weiterzugeben, was mir selbst geholfen hat: den Zugang zu einem Weg der Heilung, der Achtsamkeit, der inneren Stärke – und der leisen, aber kraftvollen Bewegung zurück ins Leben

Email: alexej@ta-rs.de