Kategorie: Geist

  • Was ist Qi?

    Mit Qi (chinesisch), Ki (japanisch) wird die Lebenskraft bezeichnet, die eigentliche Grundlage unserer Existenz. Es ist die grundlegende Energie, welche alles Sichtbare und Unsichtbare ausmacht. Es ist jene Kraft, die um uns ist, in uns ist und alles durchdringt (nein, keine Medichlorianer). Obwohl Qi unsichtbar ist, kann es gespürt und erlebt werden (wie z.B. auch Gefühle und Gedanken).

     Durch neu aufgenommene Energie (Qi, Ki) und/oder aktivierte Meridiane (Energieleitbahnen des Körpers) können Beschwerden bzw. Blockaden (physisch und psychisch) reduziert werden oder können ganz verschwinden.

     Auch die moderne Wissenschaft hat inzwischen herausgefunden, dass alle Materie letztendlich Energie ist. Der Physiker, Nobelpreisträger und Begründer der Quantenphysik Max Planck formulierte dies in einer Rede folgendermassen: “Und so sage ich nach meinen Erforschungen des Atoms dieses: Es gibt keine Materie an sich. Alle Materie entsteht und besteht nur durch eine Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingung bringt und sie zum winzigsten Sonnensystem des Alls zusammenhält.”

     Nach der Quantenphysik ist Materie verdichtete Energie. Auch psychische Vorgänge sind reine Energie. Was Geist genannt wird, ist Energie. Wir Menschen sind ebenfalls Energie in verschiedener Form und Ausprägung.

    Im Qi Gong lernt man, Qi bewusst wahrzunehmen, zu fühlen und aufzunehmen – um den Körper und im Körper. Durch Meditation und sanfte fliessende Bewegungen wird Qi individuell gespürt und neues, reines Qi wird in den Körper aufgenommen. Der regelmässig Praktizierende erfährt sich so immer mehr in Ruhe und Entspannung und kommt zu seiner Mitte. Im Qi Gong wird Qi durch das Zusammenwirken von Meditation, Atmung und körperlichen Bewegungen real erlebbar.

     Im Tai Chi bringen die bewusst ausgeführten Bewegungsformen den Chi-Fluss in Gang. Dies ist eines der heutzutage im Vordergrund stehenden Hauptziele des Tai Chi. Weitere Ziele der Übungsabfolgen sind, die Präsenz im gegenwärtigen Augenblick zu stärken und im dynamischen Gleichgewicht zwischen Yin und Yang (Innen und Aussen, man selber und andere, etc.) zu sein und den Qi-Fluss im eigenen Körper wahrzunehmen und stärker werden zu lassen.

     Ansonsten kann man auch sagen das “Qi” ein Erklärungsmodell einer jahrhundertealten Kultur ist die keine wissenschaftliche fokussierte Herangehensweise hatte über welche wir heutzutage verfügen sondern die wahrgenommenen Phänomene ganzheitlich beschrieb und zusammenfasste. Sa sagt man in diesm zusammenhang “man muss das Qi nähren” und wir sagen “man muss die Batterien wieder aufladen”. Ein Buschmensch in Borneo würde mit beidem nichts anfangen können sondern hätte seine eigenen Erklärungsmodelle für die gleiche bzw. ähnliche Sache. Alle Funktionen unseres Körpers hängen von vielen Funktionen ab, Atmung, Stoffwechsel, An- bzw, Verspannungen oder Lockerheit, der Umgebung (Häuserschluchten oder Hochgebirgsalm, warm oder Kalt, nass oder trocken, etc.) , vielen verschiedenen Arten von Qi. Da wir unseren Körper zu ernst nehmen beeinflusst er unseren Geist nachhaltig. Wir fühlen uns unruhig wenn wir hunger haben, glücklich bei “Wellness” ängstlich/verunsichert bei Schmerzen, usw. Wenn unser Körper in allen Bereichen tadellos funktioniert und unser Geist entspannt ist fühlen wir uns “im Fluss”, chinesisch ausgedrückt fließt unser Qi dann frei und in Harmonie. Das sind dann “magische Momente”, das “runners high” oder auch das Gefühl im freien Fall bevor der Fallschirm sich öffnet, die schönsten Momente in der Liebe usw. Da Körper und Geist sich gegenseitig beeinflussen kann man auf verschiedene Weisen versuchen seinen Qi Fluss zu regulieren. Geisitges Training durch Meditation oder Körperliches Training mit Tai chi und Qi Gong sind hier unsere Mittel der Wahl – ideralerweise gleichzeitig. Tai Chi ist auch “Meditation in Bewegung”.

     Das Problem ist nur, das zu viele Wirrköpfe und Esoteriker Qi zu etwas Mystischem stilisieren das es nicht ist 

    ;)